(Werbung) Meine literarischen Highlights 2018*

meine lesehighlights 2018

Leider habe ich auch in diesem Jahr das Ziel meiner Goodreads Reading Challenge wieder nicht erreicht. Trotzdem bin ich mit meinem Lesejahr 2018 sehr zufrieden, waren darunter doch viele 5-Sterne-Bücher. 

Fünf davon - die fünf besten -  möchte ich heute gerne vorstellen. Zu den genannten Büchern sind die Rezensionen bereits erschienen, daher folgt hier nur eine kurze Vorstellung. 

Neal Shusterman: Scythe. Die Hüter des Todes (Fischer TOR)

Mein Jahr begann mit Shustermans Dystopie: In einer perfekten Welt, in der es weder Krankheit noch Tod gibt, entscheiden die Scythe über das Leben und Sterben der Menschen. Citra und Rowan sind Lehrlinge bei dem ehrenwerten Scythe Faraday - einer von ihnen wird einst dessen Nachfolger werden. Doch sie lernen schnell, dass große Macht große Verantwortung erfordert. 

Shusterman entwirft ein äußerst realistisches, aber zugleich beängstigendes Bild der Zukunft und stellt zugleich die Frage, ob die Macht über Leben und Tod zu entscheiden in die Hände einer ausgewählten Elite gelegt werden sollte. Ob es eine perfekte Welt geben kann, wenn die Menschen nun einmal sind, wie sie sind. Eine Dystopie, die, obwohl Jugendbuch, auch Erwachsene anspricht und nachdenklich stimmt. 

Die vollständige Rezension gibt es hier

C.E. Bernard: Palace of Silk. Die Verräterin (Penhaligon)

(Rezensionsexemplar)

Warum der zweite Band und nicht der erste, Palace of Glass? Nach einem wirklich überzeugenden Auftakt konnte mich der zweite Band von Bernards Palace-Trilogie noch mehr packen: Nach ihrer Flucht aus London gelangt Rea nach Paris, wo die Magdalenen frei und ohne Angst leben können. Hier könnte alles gut werden für Rea, aber dann kommt Robin, der englische Prinz an den französischen Hof - und er wirbt um niemand anderen als Reas Vertraute, die Duchesse Ninon. 

Der zweite Band lebt insbesondere von dem Erzählstil der Autorin, die es schafft Paris so plastisch vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen. Die Spannung wird die ganze Handlung hindurch hochgehalten und entwickelt eine Dynamik, der sich der Leser nicht entziehen kann. Für mich ganz klar der beste Band der Reihe. 

Die vollständige Rezension zu Palace of Silk gibt es hier. Die Rezension zu Palace of Glass hier

Sarah J. Maas: Das Reich der sieben Höfe. Sterne und Schwerter

Zugegeben, zum dritten Band der Das Reich der sieben Höfe Reihe gibt es noch keine Rezension. Ich plane eine Reihenvorstellung, sobald im März der vierte Band, Frost und Mondlicht, auf deutsch erschienen ist. (Daher fehlt hier auch die Inhaltsangabe.) Doch der dritte Band hatte für mich alles, was ein gutes (Jugend-)Fantasybuch ausmacht: Spannung, Action, Liebe. Ein überzeugendes Worldbuilding und sich entwickelnde Charaktere mit Tiefgang. Ich erlebte ein Wechselbad der Gefühle bei der Lektüre: habe gelacht, geweint, gezittert, geflucht. Nachdem ich das Buch beendet hatte, folgte der klassische Hangover: Nichts erschien auch nur im Ansatz vergleichbar. Nicht umsonst ist Sarah J. Maas zu meiner Lieblingsautorin im Bereich Fantasy aufgestiegen. 

Laura Sebastian: Ash Princess

(Rezensionsexemplar)

Ein weiteres Jugendfantasybuch und durchaus in der Tradition von Sarah J. Maas' Throne of Glass stehend: Nach der Eroberung ihres Reiches durch die Kalovaxianer wird die astreaische Prinzessin Theodosia zur Ascheprinzessin - eine Demütigung vor dem gesamten Hof. Theo/Thora hat sich mit ihrem Schicksal bereits abgefunden, als ein Vorfall sie begreifen lässt, dass sie nicht länger passiv sein darf, sondern sich ihr Geburtsrecht zurückerobern muss. 

Dieser Trilogieauftakt überzeugt besonders mit seinem düsteren Setting und seiner starken Protagonistin. Damit hebt sich Ash Princess auch von vergleichbaren Fantasyromanen wie Throne of GlassDer Kuss der Lüge etc. ab. 

Die vollständige Rezension gibt es hier

Adrienne Young: Das Herz der Kämpferin

(Rezensionsexemplar)

Ein besonderes Highlight meines Lesejahres 2018 war die Viking Fantasy von Adrienne Young: Eelyn ist die Tochter eine Clanführers. Eines Tages wird sie in der Schlacht verschleppt und trifft im Dorf der Riki, ihrer Stammesfeinde, auf ihren totgeglaubten Bruder. Ein gemeinsamer Feind bringt Eelyn dazu, ihre Haltung gegenüber den Riki und ihrem Bruder, der als einer von ihnen lebt, zu überdenken. 

Obwohl eine Jugendfantasy (in einem früheren Beitrag bin ich bereits auf die Problematik dieses Begriffes eingegangen), fehlen hier die Magie, das klassische fantastische Personal, die Jungfrau in Nöten und die typische Dreiecks-Liebesgeschichte oder Insta-Love. Stattdessen treffen wir auf eine Wikingerprinzessin, eine Kriegerin, die nicht gerettet werden will. Durch die vielschichtigen Charaktere und das überzeugende Worldbuilding entwickelt die Geschichte einen Sog, der einen das Buch nur schwer aus der Hand legen lässt. 

Die vollständige Rezension findet sich hier

Damit schließe ich das Jahr 2018 und hoffe, dass sich dieses Glück bei der Auswahl meiner Bücher und die Qualität der Neuerscheinungen auch im Jahr 2019 halten wird. 

 

*Es handelt sich bei den hier vorgestellten Bücher zum Teil um Rezensionsexemplare, die mir von den Verlagen freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Die Bücher sind entsprechend gekennzeichnet. Die Rezensionen und meine Vorstellung hier entsprechen jedoch meiner persönlichen Meinung. Es wurden keinerlei Vorgaben zum Inhalt der Rezension gemacht. Ich erhalte dafür keinerlei Vergütung.