Oxford - Mein Reisebericht

Oxford - Mein Reisebericht
Christ Church, Oxford

Vom 25. bis 30. September 2018 war ich das erste Mal in Oxford, das erste Mal überhaupt in England. Natürlich reizen mich auch viele andere Städte in Großbritannien: Edingburgh, Dublin, nicht zuletzt London, aber Oxford übt auf mich, seit ich mich näher mit Tolkien beschäftigt habe, eine besondere Faszination aus. Immerhin ist es die Stadt, in der Tolkien lebte und wirkte und Oxfordshire das eigentliche Auenland.

The Great Hall, Kreuzgang (Christ Church), Radcliffe Camera, Bridge of Sighs (v.l.n.r.)

Die Stadt besticht durch ihre Architektur, die dem Besucher das Gefühl vermittelt, in der Zeit zurückzureisen. Kein Wunder, dass unter anderem hier die Harry Potter-Filme gedreht wurden. Alice im Wunderland und Harry Potter begegnen dem Besucher an jeder Straßenecke; Tolkien und C.S. Lewis hingegen kaum, was mich verwundert hat: Immerhin ist Tolkien einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Für mich als Tolkienist war die Reise nach Oxford fast schon bedeutender als eine Reise nach Neuseeland: Hier konnte ich mich auf die Spuren meines Lieblingsautors begeben und seine Stadt entdecken. 

Tolkiens Grab in Wolvercote, Schild bei Blackwell's, The Eagle and Child, Schaufenster Waterstones (v.l.n.r.)

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten wie Christ Church, Bridge of Sighs, Radcliffe Camera, das Museum of Natural History und Oxford Castle habe ich auch Tolkiens Grab in Wolvercote, den Pub "The Eagle and Child", wo sich damals die Inklings um Tolkien und C.S. Lewis versammelt haben, sowie die Ausstellung "Tolkien - Maker of Middle-earth" in der Bodleian Library besucht. Natürlich durfte auch ein Abstecher in die großen Buchhandlungen der Stadt, Waterstones und Blackwell's, nicht fehlen. 

Die Tolkien-Ausstellung beeindruckt durch die vielen persönlichen Exponate Tolkiens, seine Zeichnungen und Entwürfe. Leider ist sie vergleichsweise klein, aber hier spricht aus mir wohl in erster Linie der Fan, der einfach nicht genug bekommen kann. Fotografieren in der Ausstellung war leider verboten, daher kann ich hier keine entsprechenden Bilder posten. 

Leider konnte ich nicht alles sehen, was ich mir vorgenommen hatte, aber es wird mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch in Oxford gewesen sein. (Das nächste Mal dann hoffentlich ohne Lebensmittelvergiftung.)

Ich habe mich ein wenig in die Stadt im Herbst verliebt: Die Menschen sind freundlich und höflich und die Stadt mit ihren alten Bauwerken und Meadows einfach wunderschön. Es ist, wie William Butler Yeats sagte: 

I wonder anybody does anything at Oxford but dream and remember, the place is so beautiful. One almost expects the people to sing instead of speaking. It is all like an opera.