Meine Top 7 Fantasy-Autorinnen

Meine Top sieben Fantasy-Autorinnen

In einer Bücher-Facebookgruppe habe ich kürzlich eine Liste mit meinen liebsten Fantasyautorinnen gepostet und ich dachte mir, dass ich diese Liste auch hier auf meinem Blog teilen möchte. 

Meine Liste umfasst Autorinnen in meinem favorisierten Genre: der Fantasy. Denn auch wenn die wirklich großen Namen (weitgehend) nur Männer sind, haben doch auch Frauen das Genre weitergebracht und entwickelt. Ich habe hier bewusst Namen wie Stephenie Meyer und J.K. Rowling ausgelassen. Es gibt heute viele begabte Autorinnen in diesem Genre, von denen ich mir hier nur sieben herausgesucht habe. Die Reihenfolge ist willkürlich.

Mary Shelley

Sie ist ohne Zweifel eine der ersten und wichtigsten Fantasyautorinnen. Auch wenn sie keine Fantasy in einem modernen Sinn verfasst hat. Die "Gothic Novel" gehört zum "Schauerroman". Dieser wird zum Genre der Phantastik gezählt, wozu auch die Werke E.T.A. Hoffmanns oder Alice im Wunderland gehören. Ihr Roman Frankenstein oder Der moderne Prometheus von 1818 und die Kritik, die sie darin übt, ist heute aktueller denn je. Es ist schon eine Weile her, dass ich „Frankenstein“ gelesen habe, aber das dominierende Gefühl am Ende war eigentlich Mitleid mit dem Monster und Wut und Erschrecken darüber, was der Mensch „in seinem Wahn“ anrichten kann. 

Marion Zimmer Bradley

Ich habe ihre Avalon-Saga bereits als Kind gelesen, weil mich die Vorstellung von dieser magischen entrückten Insel schon immer fasziniert hat. Mein Artusbild wurde weitgehend von ihr geprägt. Heute verstehe ich die feministischen Ansätze, gerade auch vor dem Hintergrund der Frauenbewegung in den 1980er Jahren, sehr viel besser, aber das macht die Bücher nicht weniger reizvoll.

Monika Felten

Wie Cornelia Funke ist sie eine der bedeutendsten deutschen Fantasy-Autorinnen. Ihre Trilogie Das Erbe der Runen, die Geschichten um Ajana, die zwischen der realen und der Welt der Elfen wandern kann, habe ich als Jugendliche geliebt. Das Besondere an den Büchern war außerdem, dass sie einen Soundtrack hatten, der perfekt zur Geschichte passte. Das hat Die Saga von Thale ist auf jeden Fall auf meiner To read-Liste.

Sarah J. Maas

Ob Das Reich der sieben Höfe oder Throne of Glass - ihre Bücher sind einfach großartig. Und nur wenig andere Werke haben mich so derart zerstört. Gerade die ACOTAR-Reihe war ein reines Wechselbad der Gefühle: ich habe gelacht, geweint, mit den Protagonisten gelitten, war verzweifelt, verliebt… alles in einem Buch. Der Hype um ihre Bücher existiert, meiner Ansicht nach, absolut zu Recht. Von dem Stempel „Jugendbuch“ darf man sich auch hier nicht abschrecken lassen.

C.E. Bernard

Warum nicht eine Debütantin in die Liste aufnehmen? Christine Bernards Palace-Saga (der zweite Band wird Ende des Monats erscheinen) reiht sich in die Liste großartiger zeitgenössischer (Jugend-) Fantasyautorinnen mit starken weiblichen Protagonisten ein. Rea ist eine Magdalena, was sie im London des Jahres 2054 zu einer Staatsfeindin macht. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Dystopie, sondern um Social Fantasy, wie bei Ursula K. LeGuin. Ein großartiger Erstling von einer sehr sympathischen jungen Autorin.

Ursula K. LeGuin

Die „Grande Dame“ der Fantasy. Der Erdsee-Zyklus ist meiner Meinung nach ähnlich komplex wie die Werke Tolkiens. Sie wurde bisweilen auch als „weiblicher Tolkien“ bezeichnet - ein diskussionswürdiger Ausdruck. Und wie Tolkiens Mittelerde ist Erdsee zwar eine phantastische Welt, in der Magie herrscht und Drachen leben; es lassen sich aber dennoch viele Bezüge zur realen Welt ausmachen und auch die Geschichten, wie das Coming of Age in The Wizard of Earthsea, sind nicht zwangsläufig an die phantastische Welt gebunden. Der Saga immanent ist dabei immer auch die philosophische Dimension, hier besonders der Taoismus, also der Gedanke, dass Etwas außerhalb von Zeit und Welt existiert, das der Mensch jedoch nicht erfahren kann. Was er sieht sind lediglich Erscheinungen, deren eigentliches Wesen im verborgen bleibt. (Ganz grobe Zusammenfassung). Ich fand die Erdsee-Bücher anspruchsvoll, aber großartig.

Amy Tintera

Deutlich unbekannter als Sarah J. Maas, aber nicht weniger fesselnd als deren Throne of Glass-Reihe, ist Tinteras Ruined-Trilogie (zu Deutsch: Die Legende der vier Königreiche). Das Besondere ist hier, dass die Protagonisten zwar Prinzessin eines Volkes mit magischen Fertigkeiten ist, sie selbst aber über keine dieser Fähigkeiten verfügt. Dennoch sticht sie heraus und ist ein starker Charakter. Auch hier darf man sich von dem Stempel „Jugendbuch“ nicht abschrecken lassen: weder Emelina, noch Celaena (Throne of Glass) oder Feyre Archeron (ACOTAR) verhalten sich wie typische Jugendliche, konfrontiert mit Pubertätsproblemen. Auch hier war ich während der Lektüre emotional voll dabei und empfehle die Bücher jedem, der spannende, fesselnde Fantasy mit einer starken Heldin mag.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Ich stelle immer mehr fest, dass viele Fantasy-Bücher, die aktuell erscheinen, nicht unbedingt eindeutig in ein Genre eingeordnet werden können. Die Grenzen zwischen Jugendliteratur und Fantasy (für Erwachsene) sind dabei fließend. Ein Thema für einen anderen Beitrag...