(Werbung) Laura Kneidl: Die Krone der Dunkelheit*

Rezension zu Laura Kneidls Die Krone der Dunkelheit

Zum Inhalt 

Tauche ein in eine faszinierende Welt, die in Dunkelheit zu versinken droht!

Magie ist in Thobria verboten - doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Vor Jahren wurde ihr Bruder entführt, seitdem versucht sie verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf die gefährliche Reise dorthin. 

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran, bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Nicht zuletzt, weil sie Rache nehmen möchte an jenen blutrünstigen Kreaturen von jenseits der Mauer, die einst ihr ganzes Dorf ausgelöscht haben. Doch ihr Ungehorsam bringt Ceylan immer wieder in Schwierigkeiten... 

(Inhaltsangabe von Verlagsseite)

Meine Meinung und Fazit

Ganz dem aktuellen Trend folgend, stellen Fae (Elfen) das Hauptpersonal in Die Krone der Dunkelheit. Ähnliches kennen wir etwa aus den Büchern von Sarah J. Maas, an die Laura Kneidls Roman jedoch nicht heranreicht. Allerdings wäre es auch nicht richtig, die Romane miteinander zu vergleichen. Das Worldbuildung Kneidls überzeugt, ebenso wie ihre Protagonisten, die Tiefe besitzen, sich weiterentwickeln und die Handlung vorantreiben. Das Geschehen wird aus ihren jeweils unterschiedlichen, insgesamt ca. 6, Perspektiven berichtet, dabei ist der rote Faden jedoch stets zu erkennen. Damit schafft Kneidl, was in anderen Fantasyromanen häufig misslingt; zu oft verwirren die vielen unterschiedlichen Perspektiven den Leser. 

Besonders interessant fand ich, dass die Fae in Seelie und Unseelie unterschieden werden und es noch eine dritte, niedere Form, dieser magischen Wesen gibt: die Elva. 

Die Sprache ist flüssig und modern; mir persönlich war sie jedoch an manchen Stellen zu umgangssprachlich und zum Teil sogar grammatikalisch falsch ("zu jemand anders gemacht"). Solche Fehler stören meinen Lesegenuss. Dennoch wäre ich bereit darüber hinwegzusehen, wenn mich der Roman ansonsten hätte mitreißen können: leider jedoch war dies nicht der Fall. Über lange Strecken passiert nichts oder werden Details unnötig breit auserzählt. Es gab durchaus Stellen, die mich begeisterten, an denen ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und weiterlesen musste, aber leider waren diese die Ausnahme. Immer wieder hat mich die Erzählung so gelangweilt, dass ich das Buch zur Seite legen musste. Deshalb habe ich für die 640 Seiten auch mehr als 3 Wochen gebraucht, was absolut untypisch für mich ist. 

Ein besonderer Fall ist auch das Ende: Auf den letzten 100 Seiten nahm die Geschichte noch einmal Fahrt auf (was mich schon fast mit dem Rest des Buches ausgesöhnt hätte), um dann auf den letzten fünf Seiten diese Spannung wieder zu verlieren. Der große Cliffhanger, der Lust auf den Folgeband machen würde, blieb leider aus. 

Ich hoffe jedoch, dass in den noch erscheinenden zwei Bänden das Rätsel um die Krone der Dunkelheit (worauf auch der Buchklappentext anspielt) gelöst werden wird. Leider wird in diesem ersten Band keinerlei Bezug zum Titel hergestellt. 

Laura Kneidl liefert mit Die Krone der Dunkelheit einen soliden Fantasyroman, der sich besonders für Fantasyneulinge und jüngere Leser eignet. Es war das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, daher kann ich keine Vergleiche mit ihren anderen Werken ziehen. Mich konnte Die Krone der Dunkelheit leider nur bedingt begeistern. Charaktere und Worldbuilding konnten mich jedoch überzeugen; ich wünsche mir daher, dass die Folgebände mich doch noch ganz in ihren Bann ziehen können. 

Der zweite Band, Die Krone der Dunkelheit. Magieflimmern, erscheint am 2. Juli 2019. 

 

Laura Kneidl: Die Krone der Dunkelheit, Piper Verlag, München 2018, 640 S., ISBN 978-3-492-70526-4, 15 Euro. 

*Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension entspricht jedoch meiner persönlichen Meinung. Es wurden keine Vorgaben zum Inhalt der Rezension gemacht. Ich erhalte dafür keinerlei Vergütung. Der gesetzte Verlagslink dient lediglich der weiterführenden Information.