Kurzrezension - (Werbung) Dhonielle Clayton: The Belles - Schönheit regiert*

Kurzrezension (Werbung) Dhonielle Clayton: The Belles - Schönheit regiert

Inhalt

Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!

Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen … (Quelle: Thienemann-Esslinger)

Meine Meinung und Fazit

Der erste Band einer Trilogie (?), der mich leider jedoch nicht überzeugen konnte. Ich tat mir bereits zu Beginn schwer in die Welt zu finden, die Dhonielle Clayton hier entwirft. Natürlich, es spielt in New Orleans, das Setting entspricht in etwa dem des 18./19. Jahrhunderts, aber gleichzeitig ist es eine Fantasywelt. Auch wie die Belles arbeiten, konnte ich mir nicht recht vorstellen. Also nahm ich als Vorlage die Arbeitsprozesse moderner Kosmetikerinnen. Ich habe vielfach den Vorwurf gelesen, das Werk kritisiere die Fixierung auf die Schönheit in der Welt der Belles nicht oder nicht ausreichend. Tatsächlich finde ich, dass Clayton mit der ganzen Geschichte diese Fixierung - die doch auch so kennzeichnend für unsere moderne Zeit ist; man muss sich nur bei Instagram und Co. umschauen - auf das Äußerliche kritisiert, indem sie aufzeigt, zu welchen schrecklichen Auswüchsen das Ganze führen kann. Etwa im Handeln der Prinzessin. Demgegenüber steht jedoch die Protagonistin Camelia, die in erster Linie nach ihrem persönlichen Erfolg strebt und mit einer Naivität in das Geschehen bei Hof stolpert, dass man sie schütteln möchte. Sie ist die Einzige, die nichts versteht, während die Welt um sie herum bereits zusammenbricht. Erst am Ende ahnt sie, dass ihr Weg vielleicht nicht der richtige ist. Leider hat diese Protagonistin für mich die Geschichte ziemlich verdorben. Auch deutet die Autorin vieles im Roman an beziehungsweise schafft viel Raum für Vermutungen und Spekulationen, etwa um die Krankheit der Königin, ohne dann weiter darauf einzugehen. Dadurch wird einiges an Potenzial verschenkt.

Insgesamt fand ich The Belles - Schönheit regiert einen schwachen ersten Auftakt, den leider auch der “Cliffhanger” am Ende nicht retten konnte. Und ich denke bereits jetzt, dass ich den zweiten Band, der unter dem Titel The Everlasting Rose bereits auf englisch erschienen ist, eher nicht lesen werde.

 

Dhonielle Clayton: The Belles - Schönheit regiert, übers. von Vanessa Lamatsch, Planet! im Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart 2019, 512 S., ISBN 978-3-522-50583-3, 19 Euro.

 

*Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Netzwerkagentur Bookmark und dem Thienemann-Esslinger Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension entspricht jedoch meiner persönlichen Meinung. Es wurden keinerlei Vorgaben zum Inhalt der Rezension gemacht. Ich erhalte dafür keinerlei Vergütung. Der gesetzte Verlagslink dient lediglich der weiterführenden Information.