Gelesen #1

Gelesen #1

Im Juli und August habe ich fünf Bücher gelesen - zwei Erste-Bände und einen zweiten Band.

Mein persönliches Highlight in diesem Lesemonat, wenn man es so nennen kann, war definitiv Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis von Sarah J. Maas. Nicht nur sind ihre Bücher - sei es nun Throne of Glass oder Das Reich der sieben Höfe - für mich die Entdeckung des Jahres 2017, sondern gerade auch dieser Band hat mich ganz besonders begeistert. Als ich das Buch beendet habe, bin ich in einen regelrechten "reading slump" gestürzt und nichts konnte mich wirklich begeistern.

Und da ich nunmal leider ein ungeduldiger Mensch und nicht warten kann, bis die Übersetzungen erscheinen, werde ich wohl die weiteren Bände auf Englisch lesen müssen.

Sarah J. Maas: Das Reich der sieben Höfe - Flammen und Finsternis, Band 2, übers. von Alexandra Ernst, dtv Junior, 4. August 2017, 720 S. (gebunden), ISBN 978-3-423-76182-6, 19,95 Euro.

Voll und ganz überzeugen konnte mich auch (wieder) der neue Jugend-Thriller Aquila von Ursula Poznanski. Die Geschichte war voller Wendungen, sodass ich zwar von Anfang an einen gewissen Verdacht hatte, wer hinter allem stecken könnte, aber mir dann im Laufe der Handlung immer wieder unsicher wurde, was die Spannung bis zum Schluss gehalten hat. Ich hatte den Roman innerhalb von 4 oder 5 Stunden ausgelesen. Im Vergleich hat mir Aquila besser gefallen als etwa Saeculum, weil ich Handlungsverlauf und Auflösung packender (und schlüssiger) fand.

Ursula Poznanski: Aquila, Loewe, 14. August 2017, 432 S. (Klappenbroschur), ISBN 978-3-7855-8613-6, 16,95 Euro.

Noch im Juli habe ich den ersten Band der Chroniken der Verbliebenen, Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson gelesen. Diese Jungend-Fantasy war ein ganz klarer Coverkauf, das muss ich ehrlicherweise zugeben. Aber die Geschichte hat mich überzeugt. Das Buch beginnt recht vielversprechend, aber dann zieht sich die Erzählung zusehends und gerade in der ersten Hälfte passiert recht wenig, weshalb ich manche Seiten nur überflogen habe. Aber ab der Mitte etwa, sobald Lia ihr Exil verlässt, nimmt die Erzählung wieder an Fahrt auf und diese Spannung wird bis zum Ende gehalten. Ich freue mich schon sehr auf die folgenden zwei Bände, weil ich unbedingt erfahren möchte, was Lia weiter widerfährt und sich die Prophezeiung erfüllt.

Mary E. Pearson: Der Kuss der Lüge. Die Chroniken der Verbliebenen, Band 1, übers. von Barbara Imgrund, One (Bastei Lübbe AG), 16.02.2017, 559 S. (gebunden), ISBN 978-3-8466-0036-8, 18 Euro.

Eine weitere begonnene Reihe bzw. Trilogie ist Der schwarze Thron - Die Schwestern von Kendare Blake. Hierzu gibt es bereits eine Rezension auf dem Blog, worin ich bereits darauf eingegangen bin, was mir gut und was weniger gefallen hat. Ich bin zugegebenermaßen etwas zwiegespalten, was diesen Fantasy-Roman angeht. Aber ich denke, dass ich die Trilogie komplett lesen werde, sobald die Folgebände erschienen sind, um mir eine umfassende Meinung bilden zu können.

Kendare Blake: Der schwarze Thron. Die Schwestern. Roman, Band 1, übers. von Charlotte Lungstrass-Kapfer, Penhaligon i.d. Verlagsgruppe Random House, 09. Mai 2017, 448 S. (broschiert), ISBN  978-3-7645-3144-7, 14,99 Euro.

Zu guter Letzt habe ich einen modernen Klassiker gelesen: Das heile Haus des niederländischen Autors Willem Frederik Hermans, eine Novelle, erstmals 1952 erschienen und erst 2011 auf Deutsch übersetzt. In einer gleichermaßen von Deutschen, Sowjets und Partisanen umkämpften Kleinstadt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entdeckt der anonyme Erzähler ein "heiles Haus", dessen Besitzer offenbar vor dem Krieg geflohen sind. Kriegsmüde versteckt er sich dort und passt sich den jeweiligen Besatzern, seien es nun Deutsche oder Sowjets an. Der Krieg verschont jedoch auch dieses Haus nicht. Ich hatte während der Lektüre den Eindruck, dass der Krieg und das Böse erst mit dem namenlosen Erzähler das Haus betreten, dass er es ist, der das Haus "zerstört". Es ist eine sehr beklemmende Erzählung, die den Schrecken des Krieges und seine Unmenschlichkeit in diesem kleinen Rahmen, gewissermaßen in einer Nussschale zeigt.

Willem Frederik Hermans: Das heile Haus. Novelle, Aufbau Verlag, 25.Juli 2011, 126 S. (gebunden), ISBN 978-3-351-03365-1, 16,99 Euro.