Fantasy Book Tag #2

Fantasy Book Tag #2

Beim lieben Philip von Book Walk bin ich auf den - schon etwas älteren - Fantasy Book Tag gestoßen. 

1. Warum magst du das Fantasygenre so gerne?

Fantasy bietet uns, wie Science Fiction, die Möglichkeit, uns aus einem anderen Blickwinkel, übertragen auf eine nichtreale Welt, mit der Wirklichkeit auseinandersetzen zu können, zu kritisieren und zu bewerten. Durch ihre Fiktionalität schafft sie Raum für Dinge, die außerhalb jeder Realität, entgegen allen Gesetzmäßigkeiten funktionieren. Magie etwa oder fantastische Wesen. Das macht sie für mich so besonders.

2. Was ist das letzte Fantasybuch, das du gelesen hast?

Zuletzt beendet habe ich Red Rising - Tag der Entscheidung; nicht direkt ein Fantasyroman, aber doch nah verwandt. Aktuell rereade ich die Jugendfantasyreihe Throne of Glass von Sarah J. Maas. 

3. Welches Fantasybuch sollte unbedingt verfilmt werden?

Keins. Die meisten Literaturverfilmungen, von den Herr der Ringe Filmen vielleicht einmal abgesehen, konnten mich leider nicht überzeugen und im Nachhinein tat es mir sogar leid, den Film gesehen zu haben, der das Buch ruiniert hat. Daher bin ich zwiegespalten: Auf der einen Seite fände ich es großartig, wenn Red RisingElantrisThrone of Glass oder Das Reich der sieben Höfe verfilmt würden und freue mich schon sehr auf die Verfilmungen des Grishaverse von Leigh Bardugo und die neue Netflix-Serie Der Witcher, auf der anderen Seite fürchte ich, dass sie meinen Vorstellungen nicht gerecht werden würden. 

4. Welches Fantasybuch ist den Hype nicht wert?

So pauschal lässt sich das, meiner Meinung nach, nicht sagen. Ich war leider nicht ganz überzeugt von Laura Kneidls Die Krone der Dunkelheit (Rezension), also vielleicht würde ich mich am ehesten dafür entscheiden. Die meisten gehypten Bücher waren bzw. sind den Hype jedoch absolut wert. 

5. Welches Fantasybuch verdient mehr Aufmerksamkeit?

Ich würde mir wünschen, dass ältere Romane, sagen wir vor 2010 erschienen, bei Bookstagram und Co., aber auch in den Buchhandlungen, präsenter wären. 2018 erschienen eine Neuauflage von Brandon Sandersons Erstling Elantris sowie die illustrierte Gesamtausgabe von Ursula K. LeGuins Erdsee. So können Verlage ein neues Publikum für Altbekanntes gewinnen. Eine Neuauflage verdienen definitiv auch die Bücher von Susan Dexter und die gesammelten Jugendbücher von Wolfgang Hohlbein und Ralf Isau. 

6. Deine liebsten Charaktere?

Elrond, Frodo, Haldir, Legolas, Glorfindel, Haleth (Mittelerde), Daenerys Targaryen (Das Lied von Eis und Feuer), Farodin (Die Elfen), Darrow und Sevro (Red Rising), Prinz Raoden (Elantris), Feyre und Rhysand (Das Reich der sieben Höfe), Celaena Sardothien aka Aelin Ashryver Galathynius (Throne of Glass) und noch einige mehr.

7. Was liest du am liebsten? High Fantasy, Urban Fantasy oder Dystopien?

Dystopien gehören für mich nicht zur Fantasy, sondern eher zur Science Fiction. Von den drei genannten lese ich am liebsten High Fantasy, aber auch gerne Romantasy, wie wir sie besonders in der Jugendliteratur finden (z.B. Das Reich der sieben Höfe). An Urban Fantasy mochte ich eigentlich nur die Harry Potter Serie von J.K. Rowling. 

8. Wie muss ein Fantasybuch sein, um dich zu fesseln?

Neben überzeugenden Charakteren und einer schlüssigen Geschichte ist für mich das Worldbuilding, gerade in der Fantasy, wahnsinnig wichtig. Natürlich erwarte ich nicht von jedem Fantasyautor, dass er eine in sich perfekt geschlossene Welt wie Tolkien erschafft, mit eigener Sprache, eigener Mythologie, eigener Religion und Schöpfungsgeschichte, ja sogar eigener Flora und Fauna. Aber ich muss als Leser das Gefühl bekommen, die Welt bereisen zu können, so real muss sie beschrieben sein. Bleibt die Welt zu konturlos, kann ich nicht in sie eintauchen, kann mich der entsprechende Fantasyroman in der Regel nicht überzeugen.